Projekte 1
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M-Haus setzt sich mit einem restriktiven Bebauungsplan auseinander. Dieser gibt Trauf- und Firsthöhe, Firstrichtung, Dachform und -neigung sowie ein begrenztes Baufenster vor. Obwohl auf einem Eckgrundstück gelegen, welches beide Firstrichtungen aufnimmt, war ein Drehen des Firstes nicht möglich. Zum Problem wurde dies, weil das Baufenster querrechteckig ist, und damit die Trauflänge deutlich kürzer als die Ortganglänge. Daraus ergibt sich eine kurze Traufe und ein verhältnismäßig riesiger Giebel. Proportionen, die jedem Betrachter weh getan hätten. Zudem minimiert sich die OG-Wohnfläche durch die Höhenbeschränkungen. All dies hat dazu geführt, daß eine Reihe von Interessenten und ihre Planer vom Erwerb des Grundstücks Abstand genommen hatten.
Als Architekt mit Anspruch baut man keine vier Wände, sondern Lebensräume zum Wohlfühlen. Die grundsätzliche Bebauungsplan-Disposition hätte dies nicht ermöglichen können. Uns wurde es damit zur Aufgabe, Vorgaben, Ziele und Wünsche und geschicktes Management von Behörden und Regelungen zu jonglieren und zu einem optimalen Ergebnis zu bringen.
Die Lösung für das kleine aber schöne Grundstück - weil mit Abstand zum einen Nachbarn und mit unverbautem Blick über Felder und Hecken bis zum Haardt-Gebirge - lag darin, den Giebel zu 'sprengen'. Dadurch löst sich die große Giebelfläche in kleinere auf; die zwei Giebelhälften stehen wieder in gutem proportionalem Verhältnis zur Trauflänge, und eine funktionale Gliederung und Lesbarkeit ergibt sich. Der mittlere, zwischen die Giebelhälften geschobene Kubus, beinhaltet die vertikale Erschließung und Flure. Laut Bebauungsplan war auch dies nicht ganz konform. Weil es wohl aber schon einige Anfragen gab, aber keine Lösung ohne drehen des Firstes oder noch weitgehendere Eingriffe von anderen Planern und Bauherren gefunden wurde, konnte die Planung von M-Haus eine positive Genehmigung erfahren.

- 1. Der riesige Giebel; 2.Sprengung des Giebels; 3.Einfügen des Erschließungs-Kubus; 4. Fertig
Die gefundene Kubatur von M-Haus erzeugt zudem relativ viel OG-Wohnfläche, was bei einer anderen Lösung nicht möglich gewesen wäre. Zudem konnten alle Räume und insbesondere die Flure und Treppen sehr hell und großzügig gestaltet werden. Der Grundriß ist nach den Prämissen geplant, möglichst wenige gefangene Räume zu erzeugen - was bei kleineren Grundrissen beengte Räumlichkeiten zur Folge hat - , sondern Bewegungsraum zu schaffen. Der zentrale Treppenraum gliedert und schafft Bewegungsfläche. So kann man Gäste ins Wohnzimmer oder den Eß-Kochbereich geleiten und somit privatere Bereiche schaffen. Die Verknüpfung von Eß- und Wohnbereich aber ermöglicht, jederzeit diese Flächen wieder zu verbinden. Die Küche kann offen, halboffen oder geschlossen sein, mit schnellem Zugang zur Kellertreppe die auf kürzestem Weg zum Vorratsraum im KG führt. Küche und Eßzimmer sind nach Südosten orientiert, was ideal ist. Zudem übersieht die Küche die Grundstückszufahrt. Wichtig war uns die Unterbringung einer kleinen Garderobe, die gerade bei Besuch Mäntel und Schuhe aufnimmt.
Hell, freundlich, mit einer offenen Verknüpfung der Stockwerke und möglichst viel Luft und Bewegungsraum bei kompaktem Grundriß sind die Maximen. Bei kompaktem Grundriß ohne Zweifel eine Herausforderung.
Viele Häuser ähnlicher Größe weisen enge, wenig repräsentative Eingänge auf, ungegliederte Wohn-Eßflächen die nicht flexibel auf gewünsche Offenheit oder eben auch phasenweise Privatheit und Ruhe reagieren können. Die Treppen sind meist enge, dunkle Schächte. Einen hellen offenen Familienflur im OG wie bei M-Haus wird man meist vergeblich suchen.
Bautechnisch weißt M-Haus einen wasserdichten Keller aus WU-Beton auf, der zudem stark gedämmt und abgedichtet ist. Die Aufgehenden Wände sind monolitisch - und damit mit gleich guten Dämmwerten in jeder Dimension sowie ohne Schichtenproblematik - in Porenbetonsteinen mit höchstem Dämmwert ausgeführt (Lambda=0,09!!). Die ökologische und regenerative Wärmepumpe mit Solarthermievorbereitung erwärmt effizient die Fußbodenheizung. Die Rolläden der Fenster halten Sommerhitze, Winterkälte und ungewollte Besucher fern.
Projekte 2
B-Haus ist ein Basis-Haus. Mit ca. 110m² Gesamtfläche eignet es sich für Ein- und Zweipersonen-Haushalte als auch für junge Familien mit bis zu zwei Kindern. Ohne Keller und mit geringem Aufwand aber maximaler Flexibilität paßt B-Haus sich Ihren Ansprüchen an. Einfach können Wände und Räume hinzugefügt oder größere Flächen nachträglich erzeugt werden. Offenes, freies Wohnen oder klassische Aufteilung. Kaum ein anderes Basishaus bietet diese Möglichkeiten. Leitidee ist, eine klare kompakte äußere Hülle zu schaffen und einen Innenraum, der in seiner Aufteilung nicht festgelegt ist und als Ausgangspunkt maximale Offenheit bietet. Im Zuge sich verändernder Bedürfnisse, kann B-Haus individuell strukturiert werden. Die geringen Vorgaben bei der Aufteilung führt zu minimalen Kosten. Mit oder ohne Schrägdach ist B-Haus die Basis für eigenständiges, freies und flexibles Wohnen. Eben die Basis, auf die man sein Leben aufbauen kann.
D-Haus ist ein Doppelhaus. Trotz einfacher Kubatur weist es viele Qualitäten auf: - Großzügiger Eingang; nichts schlimmer als wenn man ins Haus eintritt und gleich die Treppe herauf- oder herunterfällt. - Fexibler Grundriß; Wohnen, Essen, Kochen kann offen oder räumlich getrennt erfolgen. - Besonderheiten wie eine Kochinsel oder ein Kamin mit beidseitiegm Durchblick vom Eß- zum Wohnzimmer sind möglich. - Wichtig ist uns immer ein helles, freundliches Treppenhaus/Flur; duch zwei Dachfenster diesseits und jenseits des Firstes entsteht ein herrliche heller und gut nutzbarer OG-Flur; wenn man die üblichen Reihen-/Doppelhaus OG-Flure sieht, krieg man das kalte Grausen. - Obwohl ohne Keller, gibt es einen Hausarbeitsraum mit separatem Zugang in den Garten sowie eine Dachboden als Lagerraum. Die einfache Kubatur ergibt sich zum teil aus den B-Plan-Vorgaben sowie dem Ziel kostengünstiges sowie energetisches Bauen. Je kompakter, desto geringer die möglichen Energieverluste.